Versuch’s doch mal mit Politik

Originaltitel: 4 1/2 Bemühungen, späteres Glück nicht auszuschließen

Ein funkelnder Ehe-Krimi von Eric-Emmanuel Schmitt

„Kleine Eheverbrechen“ ist ein funkelndes Vexierspiel zwischen intimen, tief berührenden Geständnissen der Liebe.

Nichts ist so wie es scheint und bis zum Schluss bleibt die Ungewissheit, was geschehen wird. Éric- Emmanuel Schmitt – einer der wichtigsten, französischen Autoren- zu diesem Ehekrimi: „Was wird aus Romeo und Julia, nachdem sie fünfzehn Jahre zusammengelebt haben? Hat sich da etwas verändert, nach unzähligen geführten Gesprächen, nach genau so vielen Momenten, die im Schweigen zugebracht wurden, nach Tausenden von geteilten Mahlzeiten, nach viel Arbeit und mehreren verpatzten Ferien? […] Nach eigenen Erfahrungen ist mir klargeworden, dass das Leben als Ehepaar die gewagteste, die gefährlichste Reise ist, die in der Liebe unternommen werden kann. Wie banal erscheinen dagegen die flüchtigen ‚Abenteuer‘ neben jenem Abenteuer.“ Niveau. Im „Reigen“ spielen sie alle weiblichen und männlichen Rollen zu zweit.

Regie: Viktoria Alexander

Darsteller: Saskia Valencia, Thorsten Nindel

Bühne

Bühnenbild: Harry Hummel
Licht: Michael Gregan
Kostüm: Elena Schöck und  Olga Lieder

Handlung

Gilles hat durch einen mysteriösen Unfall sein Gedächtnis verloren. Lisa bringt ihn in die gemeinsame Wohnung zurück. Ist es wirklich ihre Wohnung? Ist Lisa wirklich seine Frau oder doch eine Unbekannte die seinem Charme erlegen ist und ihn kurzerhand zu sich nach Hause mitgenommen hat? Ist Gilles wirklich so, wie Lisa ihn beschreibt, oder nutzt sie vielmehr die Gelegenheit, ihn in ihrer Darstellung des gemeinsamen Vorlebens nach ihren Wünschen zu formen und ihn zu dem Mann zu machen, den sie sich wünscht? Denn Gilles erkennt sich darin nicht wieder. Mühsam versucht er, seine Vergangenheit, sein Leben zu rekonstruieren. Beunruhigt und amüsiert zugleich ist er dem wundervollen Portrait ausgeliefert, das Lisa von ihm und ihrer gemeinsamen Liebe zeichnet. Doch waren sie tatsächlich so verliebt, wie sie sagt, oder war es im Gegenteil eine Hassliebe, die sie verbindet? Oder spielt gar Gilles falsch? Weiß er mehr, als er zugibt?

Dauer: ca. 2 Std. inkl. Pause

Rechte: Theater-Verlag Desch GmbH